1. Tag Internet World Kongress 2009 – Affiliates und Adwords hijacking

teil3Beim dritten Treffen ging es um das spannende Thema Affiliates. Affiliates sind Werbepartner von großen oder kleinen Seiten, welche gegen Provision für einen Klick oder Kauf durch einen Besucher Provision einstreichen.

Die Firma Pixum hat erklärt worauf es derzeit ankommt, so ist es wichtig in erster Linie das langfristig günstigere SEO mehr zu optimieren sowie auch auf den Affiliate-Markt zu setzen. Doch gerade im Bereich SEO und Affiliates sollte man richtige Experten an Board holen.

Angesprochen wurden die Probleme welche durch Betrug am System entstehen. Im Unternehmen selbst liegt jedoch die eigentliche Ursache, da die Anbieter der Systeme wie affilinet, tradedoubler, zanox etc. in einer win-win Situation mit den Betrügern sind. Somit hat das Unternehmen selbst die Kontrollfunktion in der Hand wie es mit dem verfügbaren System umgeht und welche Werbepartner es zulässt.

Ein paar Tipps um schon mal in die richtige Richtung zu laufen:

  • von einer Vielzahl an Anbietern (wie oben benannt) auf maximal drei Stück wechseln
  • direkte Betreuung durch die Plattformen aufsuchen, wenn man sich auf wenige Plattformen konzentriert lässt man in der Regel auch mehr Geld dort, wodurch eine persönliche Betreuung vielleicht möglich wird
  • es sollte möglich sein, sich einen Stamm an Top-Publishern herauszusuchen, welche natürlich ständig wechseln. Ob man nur Top-Publisher nehmen sollte ist umstritten, denn auch im Long-Tail wird durch den potentiellen Kunden vermehrt gesucht
  • eine möglichst frühe Erkennung von Betrugsfällen, etwa durch die Analyse von Prozessen und eventuelle Abweichungen. Sprich was könnte durch einen Roboter ausgeführt werden.
  • ständiges Analysieren, Messen und Testen

Weg von den Affiliates hin zum Adwords hijacking. Die Agentur Xamine hat einen Einblick darin gegeben, was es heißt Anzeigetexte von starken Brands zu nutzen, sprich Adwords Anzeigen hijacking.

Darunter versteht man das kurzzeitige und unregelmäßige einnehmen der Top-Werbeanzeigen eines starken Brands wie beispielsweise Quelle. So wird der gleiche Anzeigentext genommen, jedoch mit wenigen Cents mehr als das Original von Quelle selbst der Suchmaschine gegeben. Diese wählt natürlich den aus, der mehr zahlt und zeigt diesen dann in der Polposition an.

Der Effekt ist, dass der Link welcher dann hinter der Anzeige steckt mit einem Provisions-Link versehen ist. Die Kunden, welche nun über diesen Link einkaufen, nehmen dem Unternehmen effektiv Geld weg, da diese über den normalen Fluss hätten kommen sollen. Stellt sich der Betrüger gekonnt an, so kann er theoretisch gesagt aus 5 Euro Investition 45 Euro gewinn herausholen.

Damit er nicht auffliegt, machen die kriminellen Profis das so gekonnt, dass man im eigenen Unternehmen zum Beispiel gar nicht diesen Betrug merkt, da die gefälschte Anzeige beispielsweise nicht in der Region anzeigt werden soll in der die Firma ihren Sitz hat. Außerdem wird die gefälschte Anzeige sehr spontan und unterschiedlich angezeigt, manchmal jedoch auch im Zusammenhand mit einem Brand-Event in der Offline-Welt um diesen Schwund mitnehmen zu können.

Um dem vorzubeugen kann man bei Google selbst seine Marke zum Schutz anmelden.

One thought on “1. Tag Internet World Kongress 2009 – Affiliates und Adwords hijacking

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