E-Commerce Conference Teil 1

DSC01729Wie bereits vorgestellt, konnte ich mir neuen Input bei der E-Commer Conference 2009 in München am 10. November einholen. Es gab spannende Themen für Betreiber von Online-Shops rund um zum Geldanlage E-Commerce. Angefangen bei der Logistik bis hin zum Einsatz von viralen Marketing-Kampagnen.

Begonnen hat alles mit den zu erwartenden Trends (Wenn nicht jetzt, wann denn dann?) in der Szene. Doch dabei sind keine zukunftsorientierten und ungetesteten Features gemeint, sondern beständige Sachen in Ihrer Wertigkeit. Absteigend sortiert sind damit gemeint: Landingpages,  Gütesiegel (Trust-Signs), Meinungsbildung / Meinung vom Kunden zum Produkt, Suchmaschinenoptimierung, Display Advertising, Affiliate Programme, Text Advertising.

Die signifikanteste Veränderungen in den letzten Jahren wahr wohl die Bewertungsfunktion und Preissuche. Ersteres wird mittlerweile häufig eingesetzt, da es nicht nur das Vertrauen in das beworbene Produkt momentan steigert, sondern auch weil es eine Art Kundenbindung für die rezensierenden Kunden durch Konfrontation ist.

Ein ähnlicher Faktor ist hier ein Punktesystem wie Playback. Nur wird of vernachlässigt den Kunden nicht nur bei einem Kauf zu belohnen, sondern auch wenn er einen nicht messbaren / monetären Mehrwert für das Unternehmen erstellt. Damit ist nichts anderes gemeint wie eine Rezension oder Freundschaftswerbung.

Ein unweigerlich belaufender Nachteil ist der entstehende Datenmüll aufgrund von Unwahrheiten oder unsachlichen Beiträgen durch diese “Aktiven” Käufer welche Rezensionen in unserem Shop veröffentlichen. Und hier kommt noch nicht mal der Hersteller des Produkts ins Spiel. Eine mögliche Lösung wäre die Regulierung durch die Community in Form von Moderatoren oder einer Gleichstellung mit entsprechenden Rechten (Bsp.: Wikipedia).

Die einfachere Alternative kann eine Zwangsregistrierung sein. Hier muss der aktive Kunde erst einen Account erstellen um Feedback zu einem Inhalte erstellen zu können. Dadurch kann die Hemmschwelle für Unfug gedrückt werden, was ein überlegteres Handeln des Konsumenten mit sich bringen könnte.

Als weiterer Trend wurde anerkannt, dass sich das online Shopping mehr in den internationalen Bereich verschieben kann. Dies ist in Deutschland nicht sonderlich ausgeprägt, da es hier der Meinung von Experten nach recht passable bzw. gute Webshops gibt. Anders sieht es in den Ländern Spanien mit 50%, Italien mit 47% und Schweden mit 36% Einkäufen in ausländischen Shops aus. Deutschland hat dabei gerade mal 26% Konsumenten welche, etwas überspitzt formuliert unpatriotisch einkaufen.

Im Vortrag zum Thema Magento, gab es folgenden interessanten Inhalt.

In den vergangenen 5 Jahren ist der Kunde immer mehr in den Mittelpunkt der E-Commerce Unternehmen gerutscht. Man versucht nicht Produkt an alle zu verkaufen, sondern die gesuchten Produkte einer Zielperson zu verkaufen.

Das bedeutet nichts anderes, als dass man mit Hilfe von Content Targeting und Testing versucht dem potenziellen Kunden passende Informationen (Produkte) zu liefern. Dies passiert durch Profilanalyse, Userverhalten im Shop oder A/B Tests. Aber auch eine Kundensegmentierung von bestehenden Kunden ist sinnvoll. Damit ist das Untergliedern in beispielsweise Premium-, Standard- und Erstkunden gemeint. Alle drei Gruppen verfolgen unterschiedliche Interessen, der Premiumkunde möchte gleichbleibend gewohnte Qualität und wird gern verwöhnt durch Spezialangebote für ihn. Durch das Wissen über seine Lieblingsprodukte kann man ihm passende Angebote schnüren, er wird unter Umständen auch mehr als benötigt kaufen. Der Standardkunde muss überzeugt werden öfters im Shop einzukaufen und der Erstkunde soll Seriosität und Vielfalt spüren.

Was hat das alles mit Magento zu tun? Bei der Enterprise Version kann man bequem all diese Faktoren und noch mehr berücksichtigen und gezielt einrichten. So ist ein A/B Testung im Handumdrehen sogar mit Rückkopplung an Google erstellt. Eine klassifizierte Ausgabe von Rabattangeboten oder das Zielgruppen orientierte Promoten von Werbebanner sowie eigenen Aktionen ist vorhanden.

Doch zurück zur Wahrheit, leider setzen bisher gerade mal 27% der online Shops auf personalisierte Empfehlungen jeglicher Art im eigenen Shop. Noch weniger waren es auf der E-Commerce Conference selbst.

Ein weiterer Tipp zur Optimierung, Produkte zu einem Produkt anzeigen lassen. Das heißt:

  • “Up Sells” – Anzeige anderer Produktvarianten
  • “Cross Sells” – Anzeige von zusammenhängenden Produkten wie Zubehör
  • “Kaufoptionen” – Liste der Produkte welche andere Kunden mit diesem einen Produkt auch gekauft haben
  • “Manuel” – individuelle Zuweisung von weiteren Produkten

Ferner heißt es mit dem Hype- und Trendstrom mit zu schwimmen. Denn es besteht immer eine Möglichkeit, dass ein Hype zu einem Massenphänomen wird. Das heißt aktuell das Einsetzen und Nutzen von Diensten wie Facebook oder Twitter (aktuell 120.000 deutsche Nutzer). Eine andere Möglichkeit ist, gleich diese Accounts in den eigenen Dienst zu integrieren wie es beispielsweise Wong.com mit einem Twitter Account macht. Dort kann man weitere mögliche Kontakte mit Informationen infizieren oder sich personelle Informationen zum Konsumenten ergattern.

Natürlich, ein unumstrittener Sieger ist das Bewegtbild / Video, nach Möglichkeit sogar Interaktiv.

2 thoughts on “E-Commerce Conference Teil 1

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