Internet World Kongress 2010, Tag 2

Auch dieses Jahr war wieder der Internet World Kongress (bereits Vorgestellt), bereits letztes Jahr (IWK 2009) hatte ich die Möglichkeit über einen Tag des Kongresses zu berichten. Was sich dieses Jahr auszeichnete war zum einen, dass man wie auf den meisten ähnlichen Veranstaltungen zum twittern unter den hashtags #iwkongress und #iwmesse einlud. Zum anderen vermehrt von der Zukunft des Internets gesprochen. Ganz im Sinne neuer Basis-Kriterien für eine funnktionale Vermarktung in der neuen Social-landschaft des Webs.

Vieles (wichtige Trends und Veränderungen) wurde wie immer den vielen Viel- Beschäftigten in Häppchen-Form aufbereitet. Doch so manche Insider-Tipps und die Erklärung von angewandten und getesteten Praktiken anderer Firmen, kann Gold wert sein. Ich habe mich durch Marketing, Wandel Internet, Bewegtbild im E-Commerce und Web Trends 2020 durchgehangelt. Das meiner Meinung nach interessante habe ich diesmal in Stichpunkten zusammengefasst. (Bidergalerie des Veranstalters)

Marketing Teil 2

E-Mail Marketing

  • Teilnahme an Imagebildung (Produkt und Marke) durch Kommunikation mit sich austauschenden Kunden (Social Media) -> mehr Einfluss auf eigene Marke
  • 2009 waren es 26 Millionen Menschen auf Facebook mit 60% aller jungen Leute in Deutschland
  • Tipp: An Basics erinnern, Marktverfolgung, Personalisierte Werbung und Feedback-Management mit dem Kunden

Retargeting (Vorgestellt durch Criteo, auch als entsprechender Anbieter)

  • Kunde kommen via Google auf meine Shopseite
    -> verlassen meine Shopseite
    -> surfen im Web auf anderen Seiten
    -> dort, personalisierter Werbung von meinem Shop
    (passend zu den angeschauten Produkten auf meiner Shopseite)
    -> klick auf personalisierte Werbung
    -> Weiterleitung auf meinen Shop
    -> im Idealfall Einkauf.
  • speziell ähnliche oder gleiche Produkte anzeigen, für die sich der Kunde schon mal interessiert hat
  • Überlegung: sozusagen Angelhaken ein 2. Mal auswerfen
  • Fakt: über 700 Nutzer bereits in Europa (zb. Home of Hardware)
  • Konversion Rate ist angeblich um den Faktor 5-8 Höher für diese Art von Kunden
  • Fakt: Finanzierung durch Cost per Click, Start bei 15 Cent pro Klick (bei Criteo)

Online-Marketing-Allrounder (so hat es HOH versucht)

  • weit weg von Unique Selig Position (günstigster Marktpreis)
  • weniger Schnäppchenjäger und mehr wiederkehrende Stammkunden bekommen
  • Versuch den Trafik durch Preissuchmaschinen auf 20-25% zu drücken
  • weiter mögl. günstige Werbe-Kanäle suchen:
    -> Direktvermarktung
    -> Affiliate
    -> Criteo / Retargeting
    -> SEM (Search  Engine Marketing / Google Plusbox)
    -> Outsourcing von SEM durch eine Agentur-> Newsletter-Kunden richtige Vorteile bieten wie persönliche Rabatte
  • kurzfristig weniger Umsatz, langfristig stabilerer Umsatz

Das Medium Internet im Wandel

Paid Content (kleinst Plenum)

  • Feldversuch: Google Books zeigt Paid-Content kostenlos und finanziert diese durch Werbeeinnahmen
  • Feldversuch: Google fastflips verbreitet Qualitäts-Inhalte oder Seiten, ähnlich Inhalte für den Printbereich
  • Meinung: es fehlt ein Dienst zum Addieren von Kleinsbeträgen, großer Markt zw. 1-100 Cent vorhanden
  • Meinung: diese Tausch-Ökonomie führt zu kultureller Armut, abflachen von qualitativen Angeboten
  • Meine Meinung: Selbstregulierender Markt, ungewollte Angebote verlieren eh
  • Webtrend: Werbewirkung sinkt, bequemeres Fußvolk im Web, Individualisierung
  • Webtrend: De-Hirarichisierung, Networking, Realtime, Digitalisierung von allem
  • Beobachtung: Power von Wikipedia durch viele einzelne User zeigt
    -> ungenutzte Power auf den Couchen vor den TVs beim Werbungschauen
  • Vermutung: in 5 Jahren gängigste Sprache im Web chinesisch
  • Beobachtung: Free Content exisiert parallel zu Paid Content (beide iPhone Apps der SZ etc.)
  • Fakt: Paid-Content Angebote funktionieren besser, wenn First-Klick (First Content) als Lockstoff kostenlos ist
  • einfühlsame Bezahlsperre (mögl. besser als beim Hamburger Abendblatt)
  • Idee: Google Suche speziell mit Links zu Paid Content, direkte Anzeige des Preises (und eines Ratings)
  • Idee: globale Kulturflatrate, 20 Euro Pauschalbeitrag für Endverbraucher für ein Netzwerk aus Paid-Content Angeboten beliebiger Firmen (siehe auch flattr.com)
  • Fakt: kein Klatsch, sondern Demokratie erhaltender Journalismus kommt nicht über Suchanfragen und ist auch selten am Gewinnbringensten

Marktplatz für Premium-Content (Vorgestellt durch Contila, auch als entsprechender Anbieter)

  • Content Produzent jeglicher Art stellt ihren hochwertigen Content in Contila “ein”
  • Content Publisher kaufen diesen Content und verwenden ihn
  • Überlegung: Bündelt Angebote und macht diese Vergleichbar aufgrund eines einheitlichen Systems

Bewegtbild im E-Commerce

Aufbereitung einer on-Site Produkt-Video-Kampagne (Die Deutsche Post probiert aus)

  • Fakt: Angebot über Aboservices / einfach Abowerbung für Zeitschriften im Web
  • Fakt: ca. 5500 Produkte und im Jahr 2009 etwa 3 Millionen Vermittlungen, 7 Vertrags-Arten und 10.000 Prämien
  • Videokampagne versucht mit möglichst professioneller Technik und Know How zu drehen
  • Kosten pro Clip auf etwa 1000 bis 3000 Euro geschätzt
  • Tracking in die (Flash) Videos eingebunden
  • Nachteile: kein aktuelles Produkt im Video bei sich ständig wechseln Zeitschriften
  • Tipp: Zielgruppenorientierte Videos drehen, expliziet auf die Videos hinweisen, also entsprechend promoten
  • Fakt: Häufigste angesehene Videos sind Erklärende-Videos zu Lizenzmodellen oder Vertragsbedingungen (!)
  • Fakt: ca. bei 11% liegt die Conversion Rate für Kunden die ein Video vollständig angeschaut haben
  • Geplant: Mehr Erklärende Videos und Videos zu Specials

Jochen Krisch gibt den Überblick (der Typ von exciting ecommerce)

  • ständige Zunahme an Online-Käufern (2007: 59%, 2008: 63%, 2009: 66%)
  • Differenzierung im E-Commerce durch Visual- Social und Live- Shopping
  • Videoclip Arten: Erklärende Videos (auch Funktion erklärende Produktvideos), moderierte Clips, unmoderierte Clips (Medion) und Herstellervideos
  • Beispiele: Wine Library, TVino, 1-2-3.tv, Paul Direkt, Douglas online TV, Markus Kobelt aus Gartenvideo.com
  • Tipp: Produkte in Aktion, gerade bei Mode-Artikeln beliebt (aber meist aufwändiger, Beispiel: shoeline.com, party-lichteffekte.de)
  • Tipp: kurze Videos machen, individueller Stil, Wiedererkennungsmerkmale nicht vergessen, Kaufimpulse setzen, zusätzliche (erklärende) Texteinblendung, aussagekräftige Thumbnails

VideoShopping GmbH (cavi.tv)

  • Produkte und Shopping-System in (Flash) Videos einbinden (Beispiel: naomicampbell.com)
  • Kompletten Bestellprozess dynamisch ins Video einbinden
  • Videos nach Möglichkeit entsprechend ausrichten / drehen

Internet 2020

  • Beispiele auf sensory-minds.com
  • Next Level: Semantic Web 3.0
  • Next Level: Internet of Things (Autos sprechen digital miteinander und ähnliches im Alltag)
  • Wasser- Stromzähler in jedem neuen Haus hat bereits etwas ähnlich einer API

One thought on “Internet World Kongress 2010, Tag 2

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