Werbung bleibt Werbung

24.04.2008 von Michael in Business

Viele sagen ja, dass sie Werbung nicht berührt und es keinen bleibenden Eindruck im Gedächtnis hinterlässt. Doch gerade das Unterbewusstsein greift meist alle Informationen auf und so können wir erst gar nicht steuern was uns nicht Beeinflusst. Allein schon im Alltag wird einem etwas erzählt und meist nimmt man dies ohne weiteres und ohne Nachfragen auf und verbreitet es auch wieder (unbewusst und selbstbewusst) als Wahrheit. Doch darum geht es eigentlich nicht ganz, sondern übe ich Kritik an der Werbungsmache der Industrie aus. Diese wird immer unterschwelliger, da sich ja nur noch der Meinung nach das einprägt was sich von anderem abhebt, dabei kann der Hintergrund noch so gutgemeint sein.

So ist es auch bei dem Beispiel Dove, der Werbespott zeigt ein junges Mädchen welches allein in der Medienwelt zurückgelassen ist. Wie in dem Spot gut dargestellt prasseln ständig irgendwelche Informationen auf das Kind ein, welche es lenken und ihr Denken stark beeinflussen. So geht es aber allen anderen Kindern auch wenn man sich nur mal den Fall Handyklingeltöne vor Augen hält. Dove tritt in dieser Werbung in der Rolle des Beschützers auf und stellt andere Werbung negativ dar. Ganz klar ist die Botschaft erkennbar, dass die Medien die Leichtgläubigkeit von Kindern ausnutzt wie auch am Beispiel Alkopops zu merken. Ein möglichst cooler junger Mensch zeigt wie toll es ist das süße und wohlschmeckende Getränkt zu haben.

Doch im wesentlichen geht es nicht um diese speziellen Tatsachen und Beispiele. Dass die Marke Dove meinem Kind etwas Gutes will und die Eltern wachrütteln möchte ist hier meiner Meinung nach zweitrangig, sondern will sie sich eine positive Erinnerung im Kopf der Konsumenten frei halten. Denn dies ist zu vergleichen mit diversen Spendenaktionen welche Firmen auf Kunden abwälzen. Warum sollte ich denn ein Produkt kaufen, wovon 1 Cent an eine Kinderhilfsorganisation kommen? Der Konzern könnte auch direkt Spenden, ohne dass ich dafür den Konzern unterstützen muss. So soll ich also das vielleicht schlechtere Produkt unterstützen nur aufgrund eines besseren Gewissens oder einem gesellschaftlichem Druck, das ist meiner Meinung nach unterschwellig wie auch in dem Spot von Dove:

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Um dem Ganzen noch eins oben drauf zu setzen sollte man sich mal reinziehen welchem Konzern die Marke Dove gehört: Unilever! Dieser Konzern besitzt unter anderem Marken wie Pfanni, Axe, Rexona, BiFi, Knorr, Langnese und Magnum. Ist doch klar, dass ich in so einem Sport dann nicht meine anderen 40 Marken in den Schmutz ziehe, wäre ja unwirtschaftlich. Die Wahrheit könnte diese Abänderung des Originalen Spots verdeutlichen:

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Dies ist ein sogenannter Spoof, also satirische, kritische oder hämische Anlehnungen an den eigentlichen Spot oder seine Aussage. Ein weiterer ist von Greenpeace gemacht und setzt auch auf Hintergrundwissen wie auch nicht anders zu erwarten im Naturgebiet:

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Zusammenfassend könnte man natürlich sagen, dass sich Dove wirklich bemüht auch mit ihrer Real Beauty Kampagne auf Selbstbewusstsein der Menschen anstatt auf Zwänge und Ideale zu setzen. Dennoch finde ich, dass es sich hier nur um eine weitere Werbemaschinerie handedlt, welche eben auf ein anderes Konzept (im Vergleich zu Axe hier und hier) setzt.

[via werbeblogger.de Nummer1, Nummer2 und Nummer3]

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