Werbung und der “Hilf mit Aufruf”

iplantatreeGestern habe ich eine E-Mail bekommen, ob ich nicht vielleicht an einer grünen Aktion teilnehmen möchte. Es handelt sich dabei um einen einfachen Post auf meinem Blog welche hilft, die Aktion “Mach deinen Blog CO2-neutral” zu publizieren.

Sobald man dies erledigt hat, wird laut Angaben ein Baum im Harz gepflanzt. Übergreifende Organistation ist “I Plant a Tree“, auf deren Plattform man auch Bilder von seiner eigenen Mithilfe online stellen kann. Derzeit wurden von der Organisation über 30.000 gepflanzte Bäume gezählt.

Doch wie bei allem steckt dahinter eine kleine Marketing-Strategie. Folglich ist es Ziel, möglichst viele Blogger auf die Wohltätigkeits-Veranstaltung hinzuweisen. Für jeden Blogbeitrag gibt es einen Baum, ohne dass der Autor weiteres machen muss. Derzeit haben knapp 20 Blogs an der Aktion teilgenommen. KaufDA rechnet scheinbar mit etwa 100 Teilnehmern.

Die Frage die sich mir immer stellt bei solchen Aktionen, ist die Sinnhaftigkeit für mich als potentieller Teilnehmer. Denn zum einen kann man auch ohne Anschub durch so eine Aktion bei I Plant a Tree teilnehmen und KaufDA müsste die eigene Teilnahme nicht zwingend so publizieren. Zum anderen frage ich mich ob die Art und Weise wie kaufDA diese wohltätigkeit-Organisation nutzt vertretbar ist. Denn durch den Schein der guten Tat schimmert dann immer noch der Marken-Name KaufDA und genießt eine enstprechende Publikation.

Die Gegenseite ist natürlich, dass durch diese Marketing-Aktion von KaufDA die wohltätigkeits-Organisation eine höhere Teilnahme und Streuweite erreicht. Sprich PR und mehr Teilnehmer für I Plant a Tree. Dies ist natürlich wieder ein Plus-Argument für das Unterfangen.

Es handelt sich hier nur um ein sehr kleines Beispiel, denn gemeinnützige Organisation wurden schon von namnehaften  Marken zu Marketingzwecken ausgenutzt. Dabei auch im großen Stil.

6 thoughts on “Werbung und der “Hilf mit Aufruf”

  1. Gerry

    Also marketingtechnisch finde ich die Aktion durchaus interessant. Für “I plant a tree” und “kaufDA” liegen die Synergieeffekte bei dieser Aktion auf der Hand. Und die vermehrten Links zu kaufDA sind im Internet-Marketing ja auch nicht uninteressant. Bekanntheitsgrad und Sympathiefaktor steigen ebenfalls. Kurz: Ich find’s eine gelungene Aktion und bin beim “CO2-Sparen” dabei ;-)

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  2. Michael Post author

    Da gebe ich dir auch vollkommen Recht. Aber ist es nicht fraglich, ob man in einem größeren Rahmen (Beispiel: 3. Welt hilfe etc.) derartiges machen darf?

    Sprich eine Firma Marketing-Strategien anwendet welche auf diesen Organisations-Strukturen aufbauen, nur um einen Wettbewerbs-Vorteil daraus zu ziehen?

    Darauf hin wollte ich anspielen.

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  3. Gerry

    Hmm…natürlich muss man mit solchen Aktionen vorsichtig umgehen – da gebe ich Dir Recht, dass es sonst sehr schnell in eine falsche Richtung kippen kann. Leider werden viele, anfangs gut gemeinte, Aktionen sehr schnell von Nachahmern pervertiert.

    Mit dem gepflanzten Bäumchen steht halt doch ein sehr sympatisches Element im Mittelpunkt. Und es hat auch etwas mit der beworbenen Seite kaufDA zu tun, die durch neue Wege in der (Prospekt)Werbung den Papierverbrauch reduzieren wollen. Finde ich eine runde Sache :-)

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  4. Vedrana

    100 Bäume haben wir schon gepflanzt, es sollen aber noch 750 werden :-)

    Wie Gerry sagt, die Idee von kaufDA ist es den Papierverbrauch durch Prospekte zu senken – mit “Mach’s grün” wollen wir Bäume erhalten und jetzt auch aufforsten.

    Etwas für die Umwelt zu tun ist nie verkehrt – die Bäume werden wir in jedem Fall pflanzen.

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