Zukunft ist nur eine Verlängerung der Vergangenheit

Was letzendlich passiert, versucht sich der Mensch mit Hilfe der Erfahrungen aus der Vergangenheit auszumalen. Wissen kann er es nie. So sieht es aktuell mit der Finanzkriese, Obama und USA sowie dem Web 2.0 Hype aus. (Bildquelle)

Peer Wandiger hat zum Thema Web 2.0 “Blase” einen sehr ansprechenden Artikel verfasst. Kernaussage habe ich mal hier zusammengefasst:

  • Startups bekommen keine Finanzierungen mehr und deshalb müssen immer mehr Startups zu machen, Stellen streichen oder Geschäftsbereiche kürzen.
  • Während noch vor nicht allzu langer Zeit vor allem die Reichweiten-Gewinnung im Vordergrund stand, muss man nun Geld reinbringen.
  • Man kann auch Internet-Startups ohne Risikokapital gründen, wenn man wirklich ein funktionierendes Unternehmen aufbauen will. Manche leben aber einfach nur davon, immer mal wieder Risikokapital durchzubringen.
  • Mein Marketing-Professor pflegte immer zu sagen: “Machen Sie sich nicht zu Ihrer eigenen Zielgruppe”. Will heißen, man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. Doch genau das habe die Web 2.0 Gründer getan.

  • Das Problem ist allerdings, dass viele nicht mit den neuen Technologien, besseren Internet-Angeboten etc. Geld verdienen, sondern schon mit dem Hype. Genau wie an Börsen wird mit zukünftigen Profiten gehandelt und das geht oft genug schief.
  • Der nächste Hype wird kommen, das ist sicher. Unser Wirtschaftssystem verläuft in Zyklen, das ist nichts ungewöhnliches. Nach einer Rezession kommt auch wieder der Aufschwung.

Jetzt kann man drastisch sagen, es findet derzeit eine Ausselektierung der Schwächeren statt. Hinzu kommt, dass sich der Standard eines Angebotes im Netz ständig zu etwas bewährtem Neuen wandelt, sprich das vorerst angepriesene tolle Neue ist jetzt schon Standard.

Meiner Meinung nach ist der Hype kein Hype mehr, das hat aber nichts mit dem Verkauf des Blogs von Robert Basic zu tun. Es heißt doch immer so schön, dass die Ursache das Einwirken von mehreren Tatsachen auf ein Mal ist.

Jetzt über zukünftige Trends zu sprechen ist ungenau und würde etwas in Konflikt mit meiner Überschrift stehen. Momentan sind auch viel mehr die Veränderungen bei bestehender Startups interessant, denn wie Peer meint, lernen oder besser bemerken viele was es eigentlich aus macht eine “Unternehmung” zu führen.

Zwar versuchen Startups an vielen Ecken und Enden Geld einzusparen, aber das Geld verdienen ist im Geschäftsmodell fast verkümmert (bist auf Vertriebs orientierte Geschäftsmodelle).

Achja, um noch mal die Aussage meines Titels zu bestätigen: Google Blog Suche “Web 3.0”. :-)

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