Nüchtern betrachtet, das iPad

Es ist raus, es heißt nicht iSlate sondern iPad.
Es ist 1,3 cm dick und ca. 20% kleiner als ein gewönliches DinA4 Papier.
Es sieht irgendwie wie ein großer iPod oder iPhone aus, wieder mit nur einer Home-Taste.
Es ist wieder mit einem Lichtsensor und Bewegunssensor ausgestattet.
Es ist standardmäßiug mit WLAN und optional mit UMTS 3G ausgestattet.

Vorhin ist es mir eingefallen, heute war irgendwas. Google News angeschmissen und die erste News zu “Keynotes” angeklickt. Verwundert habe ich den nächsten Artikel aufgemacht, in diesem war wieder das gleiche Bild zu sehen.

Dort sah es auch wieder so, das iPad wirkt zu groß für sein Design und ich finde es fast etwas langweilig. Oder ist es die Gewohnheit zu den anderen Produkten von Apple? Sind aufgrund meiner Erfahrungen meine Ansprüche bereits automatisch gestiegen? Ich besitzt seit ein paar Monaten selbst ein Macbook (Bericht) und so einen iPod Touch (gabs als Kombination). Daher kenne ich die Bedienbarkeit und das so “besondere” Feeling wenn man das so will. Es ist schon ein Stück Konfort den man mit so einem Gerät hat, Sekte hin oder her.

Doch bin ich bereit dafür mindestens 500 Euro zu zahlen? Wenn ich vielleicht als Apple-Fan eh schon ein Macbook habe (mehr und auch hier) ? Oder als Apple-Neuling, wo setze ich da iPad ein? Für Studenten in der Uni kann das sicherlich zutreffen.

Ist die Bedienbarkeit wirklich so ausgereift und wieder einzigartig auch in diesem Zusammenhang? Was kann es was mein Macbook nicht kann? Fangen Menschen dann an mehr digitale Zeitung zu lesen?

Geht man auf apple.com wird einem groß und fett das iPad angepriesen. Auf basicthinking.de, live.mactechnews.de und neuerdings.com kann man sich noch ein paar Lobeshymnen-Timelines zu dieser Zelebration anschauen.

Meiner Meinung nach ist das Segment noch alles andere als Ausgereift, ich steh dem sehr skeptisch gegenüber. Die Technik und Software erscheint mir zwar schon einigermaßen passend für diese Art von Medienkonsum (E-Books, Fotos, Videos). Doch hebt der Medienrummel nicht wie so oft das Produkt (gerade von Apple) höher aus der Taufe als es eigentlich wäre? Zudem besteht doch bisher nur ein sehr kleines (keines?) Angebot für interaktive Zeitungen in Deutschland? Wir bewegen uns ja nicht auf dem amerikanischen Markt. Zudem ist man mit dem iPad wieder vom App-Store abhängig, denn dies ist ein komplett kontrollierter Markt für Anwendungen zu diesem Produkt. Zumindest für alle die nicht wissen wie dieser sagen umwobene Jail-Break funktioniert.

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4 thoughts on “Nüchtern betrachtet, das iPad

  1. Alex

    Geh auf Amazon.com und was schreit dir da entgegen? Das KINDLE – WOW! Na mensch und das für 260$.. Schnäppchen -.-

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  2. Kreuzahrtinspektor

    “Meiner Meinung nach ist das Segment noch alles andere als Ausgereift”

    Das iPad braucht oder sucht sich ja nicht sein Segment, das Segment ist doch längst da. Sicherlich ist es nicht sonderlich aufregend – aber ist eine Zeitung, ein Stück Butter, das Internet an sich, oder ein MP3-Titel “aufregend”? Nein.

    Wie ich schon auf BT geschrieben habe ist meine Meinung dass das surfen mit dem iPhone einfach unsinnig ist, weil viel zu klein, das zuHause surfen am PC unsinnig (man richtet sich nach dem Standort des PCs, hat PC+Moni+Tastatur, obwohl man das alles nicht braucht), und ein Laptop nahe dran aber immer noch überdimensioniert (technisch, physisch und auch bedienungsmäßig). Allein für das Internet ist der iPad optimal. Über die anderen Dinge, und auch den Preis kann man streiten, aber ich finde es sinnvoll das man Dinge weggelassen die man einfach braucht, und die Bedienung einfach ist.

    “Zudem besteht doch bisher nur ein sehr kleines (keines?) Angebot für interaktive Zeitungen in Deutschland?”
    Süddeutsche, Bild, Faz, Stern, Heise, Webregard, Techcrunch, Basicthinking etc – alles kleine Angebote?

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  3. Michael Post author

    @Kreuzahrtinspektor: Süddeutsche, Bild, Faz, Stern, Heise, Webregard, Techcrunch, Basicthinking etc – alles kleine Angebote?

    Bieten die bereits eine so interaktives EBook an wie in diesem Video? (Habs mal drunter angehängt, das 2.). Ich finde gerade hier fängt es an spannend zu werden…

    Mag altmodisch klingen, aber lieber hab ich dann ne echte Zeitung in der Hand.

    Im Punkt Internet-Surfen bin ich ganz deiner Meinung, das stimmt schon. Wobei ich als technik-visierter User lieber in vollem Umfang verwendung für ein Gerät habe (Stichwort App-Store abhängig).

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  4. Franz Samen

    Zum Glück braucht man fürs iPad keine heftigen 500 Euro zu bezahlen. Es wird schon ab 450 Euro erhältlich sein. Diese Einsteig-iPad hat nur beschränkte Speicherkapazität. Ich möchte mich gerne so ein Teil kaufen da ich Weiß dass es bestimmt einen Update für die Software geben wird die MultiTasking ermöglicht.

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