Wohin mit den Problemen? Andere sollen dafür zahlen!
26.05.2008 von Michael in News
Das Maß ist schon weit voll was die Musikindustrie mit ihren Urheberrecht-Spielereihen anbelangt. Anstatt dass sie versucht ihre eigentlichen Kunden an der Stange zu halten, sprich um den Kunden zu kämpfen und nicht nur gegen den Konkurrenten. Aber liebe macht bekanntlich Blind, also wird weiter auf der fest gefressenen Schiene gefahren. Doch ich habe nicht schlecht gestaunt als ich den Artikel auf golem.de las. Da verlangt eine weitere komische Gesellschaft namens ZPÜ (erinnert mich an die Krankenstelle GVU welche sich auch gerne mal selbständig macht bei Hausdurchsuchungen) doch wirklich eine Zahlung von 1 Euro Urheberabgabe pro Gigabyte Speicherplatz. Dadurch würde sich ein handelsüblicher iPod um etwa 200 Euro verteuern. Gehts noch?
Schon klar, jeder ist auf leicht verdientes Geld aus. Da liegt es nah doch einfach für bereit gestellte Medien wie leerem Speicherplatz zahlen zu müssen. Ob ich das vielleicht kaputte Radio meiner Oma am Dachboden noch benutze ist der GEZ auch egal, Hauptsache ich zahle dafür. Könnte doch auch sein, dass ich auch meinen MP3-Player mit Mikrofon nur als Diktiergerät benutze? Interessiert wohl keinen. Hauptsache irgendeine Vereinigung (aka Wirtschaft oder Musikindustrie) kommt mit Hilfe der Politik wieder auf ihre Kosten, es ist schon allein idiotisch dass Apple und andere Hersteller bereits für ein solches Gerät wie den Ipod 2,41 Euro für diese Abgabe tätigen muss. Warum nicht für Kassetten und Konsorten auch? Schon passiert: Audiokassetten, CD- und DVD-Rohlinge sowie Blu-ray- und HD-DVD-Leermedien, CD-, DVD-, HD-DVD- und Blu-ray-Brenner, Festplatten, Kassettenrekorder, MP3-Player, MP3-fähige Handys, Sat-Receiver mit Festplatte und/oder DVD-Rekorder, Speicherkarten aller Art sowie Videokassetten und Videorekorder.
Der Otto Normalverbraucher weiß oft nicht für was er eigentlich alles bei einem Produkt mitzahlt, aber muss man sich das bieten lassen? Steuern gibt es ja eh schon für alles erdenkliche (siehe Bild) Sachen. Wie kann man sich dagegen wehren? In erster Linie muss man abwarten, da sich die Hersteller dies sicherlich nicht gefallen lassen werden. Dies wird sicherlich gerichtlich entschieden werden und durch jede Instanz hoch bis zum Bundesgerichtshofs kommen.
Eine aktuellste Meldung zum Thema gibt es auf heise.de, dort hat die ZPÜ berichtigt: “Es muss sich dabei um ein Missverständnis handeln”. Das ändert meiner Meinung nach nichts daran, dass hier an der falschen Stelle abgesahnt werden soll. Warum denke ich so anders als viele Manager verschiedener Bands und Konzerne welche dies Unterstützen? Bisher hat es meines Wissens noch nicht wirklich jemand versucht anders die Kunden wieder für legale Wege (bis auf das viel zu späte Musicload was ansatzweise zu klappen scheint) zu begeistern.
Zu empfehlen sind die Kommentare der News auf heise.de. Zum Thema: Kunst und Copyright, 30 Gesetze für Lobbyisten.
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