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No Economy – Gratiswahn im Web

no_economyNo ECONOMY – Wie der Gratiswahn das Internet zerstört oder “Wenn du etwas gut kannst, dann tue es nicht umsonst” Joker in “Batman 3”.

Giesela Schmalz ist Medienökonomin an der Fachhochschule Köln. Sie erforscht dabei die Strategien internationaler Medien- und Onlinekonzerne am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik in Berlin.

Das Buch eröffnet in jedem Fall dem Internetnutzer eine neue Sicht auf die Dinge im World Wide Web. Es zeigt den Zusammenhang und den Unterschied zwischen der wirtschaftlichen Gesamtsituation im Web und einem funktionierendem Wirtschaftsmarkt. Klar erkennbar ist der Hang zur sogenannten Querfinanzierung durch Werbung, was aus Sicht der Autorin in keinem Fall langfristig Erfolg versprechen kann. Belegt wird dies auch gleich durch die Tatsache, dass kaum ein Online-Anbieter allein durch Werbung sich refinanzieren kann. Weiterführend liegt der Fokus nicht nur auf dem Userverhalten sowie deren Ideologien im aktuellen Webgeschehen, sondern auch bei den Werten welche im Internet das Sagen haben.

Abwechselnd wird die Sicht des Nutzers und des Service-Anbieters durchleuchtet. So wird beispielsweise der beliebte Web-Narzissmuss von Usern oder mögliche Ambitionen Open-Source Software zu entwickeln mit seinen Hintergründen aufgegriffen. Es wird unterschieden zwischen Web-Beobachter und Power-User. Es gibt eine Erfolgsanalyse für Unternehmen im E-Commerce auf Basis des Gratismarktes in Form von Überpunkten wie Netzerkeffekte, Gesetz der grossen Zahl, Lock-in-Effekt und Markenaufbau. Continue reading

Verkaufsstrategien und Konsumverhalten

froopIch bin kein Experte und hantiere normal auch nicht mit diesen beiden Begriffen, doch als Konsument habe ich für meinen Haushalt und meine Lebensmittel weitgehend klare Vorstellungen. So versuche ich beim Einkauf von Lebensmitteln und täglichen Gebrauchsmitteln möglichst das beste Preis- Leistungsverhältnis mit höchsten Nutzen für mich zu finden. Als geduldiger Minimalist, nicht immer eine einfache Herausforderung.

So stand ich eben mit schwerem Gepäck vor der Kühlfachabteilung und frönte nach einem oder zwei Joghurts, vorzugsweise mit einer ordentlichen Portion Obst. Da ich mein gesuchtes Produkt nicht gefunden habe, schaute ich eben nach eine Alternative.

So fiel mir auf, dass der Fruchtanteil der Jogurts sehr gering unter 5% pro Becher liegt. Zudem gibt es ja eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Joghurt-Produkten, welche eine ganze Verpackungsvielfalt mit sich bringt. Jeder Becher sieht anders aus und hat strategisch gesehen andere Wiedererkennungsmerkmale. Continue reading