Livescribe Smartpen – der digitale Kugelschreiber

Zufällig bin ich über dieses Produkt gestolpert, ich glaube eine Bloggerin verkündete, dass sie sich von ihrem Smartpen trennen müsse und das gar nicht toll fände. Nach etwas recherche bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es sich um einen sehr interessanten Kugelschreiber handeln muss. Laut Verpackung kann er das geschriebene Wort digitalisieren, sogar umwandeln und dient als Diktiergerät.

Der Livescribe Smartpen schlägt in der einfachsten Fassung mit ca. 125 Euro zu buche.

Kurzüberblick: Es gibt derzeit zwei Modelle mit verschien großem Speicherplatz, Audiobuchse, OLED Display, USB Schnittstelle, Microfon, eingebaute Lautsprecher, Infrarotkamera zum aufnehmen der Schrift.

Ersteindruck: Hä? *aufgeregt* Also ich schreibe auf dem Papier vom mitgelieferten Notizblock. Irgendwie funktioniert die Navigation auf dem Papier noch nicht. — Oh, ja fantastisch, nach der Kurzanleitung kann man direkt loslegen und es funktioniert wirklich, ich steuere den Kugelschreiber über Bedienelemente, welche auf dem Papier gedruck oder von mir gezeichnet sind – und das funktioniert auch noch.

Doch wie funktioniert diese Übertragung? Das Programm wieß immer an welcher Stelle und auf welcher Seite ich einen Strich gemacht habe… AHA! Jedes Papier hat eine kleine feine Maserung, bestehend aus Punkten. Ich nehme an, dass diese eine Art Chiffre tragen und so diese Informationen an den Stift bringen. Denn auf normalem Papier funktioniert der Stift lediglich wie ein normaler Kugelschreiber.

Grundfunktionen: Der Stift lässt sich über die auf jeder Seite abgedruckte Bedienoberfläche steuern. Darunter fallen die Aufnahme, das hin und her springen in einer Aufnahme, Bookmarks verwalten, Playback Speed bestimmen und Lautstärke regulieren.

Kombinationen der Funktionen: Ab hier wird es erst spannend. Denn es ist möglich, ein Wort bzw. einen Satz welchen man soeben schreibt auch über das Micro aufzunehmen. Der Clou an der Sache ist, dass das Programm am PC den Ton mit dem Wort verbindet. Sprich man kann aus der Anzeige heraus den damals aufgenommenen Ton zu diesem Satz wiedergeben lassen.

Neben den normalen Bedienelementen gibt es auch noch einen Taschenrechner, Statusanzeigen und weitere Einstellungen. Diese Punkte befinden sich auf der ersten Seite des Notizbuches.

Außerdem ist es möglich, wenn man eine einigermaßen saubere Handschrift hat, dass man geschriebenen Text in digitalen Text Umwandeln lässt. Noch heißer wird es, wenn man ein zusätzliches Plugin für wenige Euros erwirbt, kann man praktisch “on the fly” Wörter digital erfassen und auch noch in eine andere Sprache übersetzen lassen. Diese Übersetzung wird dann als übliche Laufschrift im Display angezeigt.

Das Computer-Programm: Nach einmaliger Installation startet das Programm standardmäßig bei Anschluss des Stiftes über de mitgelieferten USB-Adapter. Danach kann man die verwendeten Notizbücher auswählen und dessen Inhalte abrufen. Zudem ist es möglich eigene Notizbücher mit 25 oder mehr Seiten drucken zu lassen. Generell lässt sich das Programm recht benutzerfreundlich und handlich bedienen. Alle notwendigen Funktionen sind schnell zu ereichen und es ist übersichtlich aufbereitet.

Die Smartpen-Apps: Das ist eine Erweiterung, welche den Smartpen in gewisser Wiese wie das iPhone / iPad unbestechlich machen, die individuelle Möglichkeit das Gerät zu verändern. Auf dem App-Store kann man aus über 60 Tools auswählen. Daneben kann man aber auch noch kostenlose Apps installieren. Leider ist der Umfang noch nicht überwältigend, kann aber mit zunehmenden Zuspruch noch weiter wachsen.

Einsatz in der Praxis (subjektive Meinung): Ich finde der Stift ist anfangs etwas groß im Vergleich zum normalen Kugelschreiber, er könnte etwas kleiner sein, doch man gewöhnt sich daran. Sehr schön finde ich, dass der Stift eine relativ lange Batterielaufzeit hat, so kann ich im Zug oder in der Vorlseung den Stift einfach einschalten und los legen. Wenn ich dann alle Daten übertragen möchte, schließe ich den Stift einfach an meinen Adapter. Momentan hab ich mich noch nicht so daran gewöhnt und benutze den Stift nicht regelmäßig. Das liegt aber wohl auch daran, dass ich grundsätzlich viel den Laptop mit dabei habe und eher selten mit Stift arbeite. Doch für Personen welche sehr gerne mit dem Stift arbeiten, scheint sich das Livescribe Produkt sehr zu lohnen. Abgesehen davon, finde ich die Aufnahmefunktion überzeugend, selbst Sprache aus nciht direkter Nähe kann aufgenommen werden, indem man die Sensibilität des Microfons erhöht.

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