Webscreener – Webseiten per Remote bedienen

basic_gitDie meisten sind bestimmt schon mal über das Thema Fernsteuern, Remote Control, Bekannten übers Internet helfen oder ähnlichem gestolpert. Unter den 1 zu 1 Bildschirmübertragern ist mit unter Teamviewer wohl das bekannteste für Privatpersonen. Einfach, schnell und effektiv. Als alternative dürfte UltraVNC oder TightVNC als Open Source Software auch populär sein. Bei diesen Tools übernimmt man sozusagen die volle Kontrolle des entfernten PCs. Doch Probleme welche einem hier plagen sind oft zu langsame Übertragungszeiten was ein Ruckeln zur Folge hat. Auch kann es problem geben, wenn die “Fernsteuerung” und der “Empfänger PC” unterschiedliche Auflösungen / Bildschirmgrößen haben. Zusätzlich ist der “Empfänger PC” dann nicht mehr benutzbar. Wir kommen gleich zum eigentlichen Inhalt.

In der heutigen Zeit wird neue Software meist so entwickelt, dass sie mit möglichst vielen Endgeräten kompatibel ist. Je nach Anwendungsfall läuft es aber meist auf eine Webanwendung (WebApp) hinaus. Darunter ist nicht anderes als eine Webseite die einen bestimmten Zweck erfüllt, gemeint. Alternativen sind natürlich native Anwendungen für IOS (iPhone), Android, Windows oder OSX (Mac). Eine Webseite ist jedoch auf jedem dieser Geräte erreichbar, sprich der größte Vorteil einer WebApp ist nun Offensichtlich.

Im Bereich der WebApp Entwicklung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die hälfte der Entwickler schwört mittlerweile auf Javascript Anwendungen, die andere Hälfte arbeitet mit unterschiedlichen und zum Teil “alten” Methoden. Doch bei der Wahl der Technologie sollte man sich auf Fakten beschränken, und es ist nun mal Fakt, dass Javascript auf dem Benutzerrechner läuft und den Server entlastet, dass es dadurch sehr schnell mit dem Benutzer interagieren kann und an sich flexibel ist. Man muss sich von alten Verhaltensmustern lösen, was nie so einfach ist. Doch sobald man sich mal mit dem Gedanken angefreundet hat, dass HTML Templates komplett mittels Javascript ausgetauscht und gefüllt werden und der Server bis auf die Startseite nur noch Antworten im XML, JSON oder ähnlichen Formaten ausspuckt, dann sieht man mehr und mehr die Vorteile.

So bin ich durch diesen Prozess gegangen und bin schlussendlich bei Meteor hängen geblieben. In meinem vorherigen Post beschreibe ich recht knapp die Eigenschaften der verwendeten Technologien in Zusammenhang mit Meteor. Darunter fallen auch Websockets für einen schnellen Server-Client Datenaustausch.

Screen Shot 2013-06-03 at 00.33.24Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mich von vigour.io inspirieren lassen (welches jüngst ein Funding von über eine halbe Millionen bekommen haben) und via Meteor und den Websockets etwas ähnliches erstellt. Der Quellcode der Anwendung ist via GitHub verfügbar und sie selbst lässt sich einfach ausprobieren. Dazu einfach die Chrome Extension daraus installieren. Und schon kann man zum Beispiel auf vimeo.com/64696537 das Video von jedem Gerät mit Internetverbindung und Browser fernsteuern. Das Projekt befindet sich noch sehr am Anfang und bald kann man jegliche Webseite fernsteuern und auch mit Inhalten füllen. Es ist bereits jetzt möglich eigene Klick-Events auf Buttons zu legen. Dazu einfach der Anleitung folgen. Übrigends, das war der 801. Post in diesem Blog.

3 thoughts on “Webscreener – Webseiten per Remote bedienen

  1. Jens

    Guter Artikel! Gerade im Bereich der WebApp Entwicklung, probiere ich gern neue Frameworks aus und Meteor kommt auf jedenfall mit auf die Must-Check Liste :)

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