Google startet eigenes Second Life

Unter dem Codenamen Lively (siehe auch mein Second Life Erfahrungsbericht) startet Google seine eigene virtuelle Welt und lädt jeden dazu ein dabei zu sein. Der wohl größte Unterschied neben der optischen Aufmache ist, dass das Programm komplett im Browser läuft, zumindest im Firefox und Internet Explorer auf Windows Systemen.

Ich habe mir mal schnell ein Bild von dem Angebot gemacht und starte natürlich mit den Erwartungen viel virtuelles Fleisch und Spielsucht zu sehen. Jedoch hat mir schon der erste Schritt etwas Angst gemacht, da soll ich mich doch glatt mit meinem Google Account (Mit allem drum und dran) zum “spielen” anmelden. Schnell einen neuen angelegt und einen Chat-Room aus der Liste (welche nach Programmstart im Browser erscheint) ausgewählt. Man kann auch selbst einen erstellen sowie einrichten. Über die Suche findet man auch gleich ein paar erotisch angehauchte Räume.

In diesem Disco-Raum ertönt gleich Musik solange ich das Tab offen habe. Nun muss ich mir einen Avatar aussuchen, falls nicht bleibe ich ein Schwein. Es läuft alles etwas langsam und der HTML-Code unter der Anzeige ist nicht gerade einladend. Zudem lädt das Programm am Anfang etwa 5 Minuten lang alle Daten für den Raum. Jedoch ist das Programm nicht mal ein halbes MegaByte groß.

Die Steuerung erinnert etwas an Black&White, per Doppelklick ist man am gewünschten Ort und mit den Pfeiltasten navigiert man die Sichtweite. Aber selbst als geübter Computer Spieler muss man sich erstmal einfinden. Ohne, dass der andere gefragt wird, kann man mit Ihm tanzen, sich umarmen oder ihm einen Kuss verpassen. Ansonsten ganz nett, im Google Zentrum bekommt man sogar Michael Jackson zu hören. Die Grafik ist sehr einfach gehalten und sieht nicht viel besser aus im Vergleich zu anderen grafik basierenden Chats.

Wie ich dem Chatraum vernehmen kann, sind die Leute von Second Life genervt aufgrund der Umständlichkeit, denn Lively scheint wesentlich einfacher zu sein. Dennoch weiß ich nicht ob ich das Angebot von Google toll finden soll. Denn ich stelle mir so paranoid wie ich bin vor, dass Google auch jeden Quatsch im Chat-Raum analysiert und somit die Gewohnheiten, Trends etc. früher weiß als sonst jemand und vorallem darauf reagiert. Zudem steckt der Reiz im Geld, welches ja in Second Life hin und her fließt.

Weitere Veröffentlichungen: netzwertig.com, 2ndtravel.blogspot.com, theinquirer.de und netgestalter.de.

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7 thoughts on “Google startet eigenes Second Life

  1. Ron

    Mit deiner Vision könntest du durchaus Recht haben. Wann erfährt man mehr über die Nutzer, als wenn man Ihnen ermöglicht ein “virtuelles” Leben nach ihren sehnlichsten Wünschen aufzubauen. Bin ich froh, dass mir für sowas immer die Zeit fehlt. ;-)

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  2. Michael Post author

    Ja, zu sehr sollte man sich nie in sowas reinsteigern. Wenn man es als neuartige Unterhaltung sieht, ist das ganz okay.

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  3. Stefan

    Da die meisten User solcher virtuellen Welten dort häufig ein anderes Leben führen als im reallen Leben sind die darin gewonnenen Informationen sicher nur bedingt brauchbar.

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  4. Michael Post author

    Naja, es gibt ja auch welche die sich weitgehend normal verhalten und eben auch über persönliche Interessen sprechen -> Trend-Deutung

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  5. Pingback: Second-Life reloaded | mlogger

  6. Olli

    Lively ist eben kein neues Second Life … google versucht hier die “ich bin mit jemand auf einer Seite und möchte mit dem jemand kurz chatten” Funktion zu visualisieren, ähnlich einer shoutbox, man sieht bloß was. und natürlich muss man sich ja mal wieder registrieren … danke google für diesen mehrwert im internet :)

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  7. Baby Joe

    Bin erstaunt, was google in der letzten Zeit so auf die Beine stellt. Bin mal gespanntm ob die mir ihrer Version von Second Life auch so viel Erfolg haben.

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