Das gedruckte Webadressbuch – braucht man das?

Gute Frage, ich habe eines zugeschickt bekommen, es hieß vorher ich sei in dem Katalog mit auf genommen worden. Ist man in den Katalog aufgenommen, so gibt es die Möglichkeit sich gegen ein bestimmtes Entgeld auf einer halben oder ganzen Seite zu präsentieren. Doch das spielt bei der Beurteilung des Inhalts keine Rolle.

Strukturierung: Ich stelle mir alles ähnlich wie in einem Telefonbuch vor, man muss nach bekannten Gebieten und nach Art Suchen können. Dabei soll die Suche einfach sein und übersichtlich verlaufen. Genau das ist hier der Fall, ich habe ein Inhaltsverzeichnis welches mir alle Kategorien von Gesundheit bis hin zum Urlaub zeigt. Daneben finde ich auf den letzten paar Seiten einen Index, dort kann ich gezielt nach Schlagwörtern suchen. Mehr kann man da zur Inhaltsfindung bei einem Buch nicht rausholen.

Übersichtlichkeit: Ich weiß auf jeder Buchseite in welcher Kategorie ich mich befinde und wo ein Eintrag anfängt und aufhört. Jede Webseite wird neben ihrem Link mit einer Kurzbeschreibung und einer E-Mail Adresse vorgestellt. Jede Webseite ist in einer Hauptkategorie mit einer Unterkategorie eingeordnet. Manche Webseiten sind als Screenshot zusätzlich abgedruckt.

Inhalt / Umfang: Es sind laut Herausgeber etwa 6.000 Webseiten erfasst. Die wichtigere Frage ist hier, wie viele Webseiten der Herausgeber insgesammt erfasst und nach welchen Kriterien ausgewählt hat. Laut eigenen Angaben sind es 10 Millionen Webseiten insgesammt, ein Teil hatte sich beworben und der Rest wurde slebstständig ausfindig gemacht. Dort kann man auch die Kriterien nachlesen, welche einleuchtend sind.

Der eigentliche Umfang der Webseiten erscheint mir ausreichend für die jeweiligen Kategorien und Unterkategorien. So hat das Kapitel Essen und Trinken (ca. 30 Seiten) halb so viel wie das Kapitel Gesundheit (ca. 60 Seiten). Zwar mag dem ein oder anderen die Anzahl von 8 Webseiten zum Thema Schokolade zu wenig sein, doch man findet in diesen 8 Links.

Inhalt / Quaität: Bleiben wir noch mal beim Thema Schokolade, die Links sind: chocolato.de, chocolats-de-luxe.de, chocri.de, infozentrum-schoko.de, krassola.de, schokokreationen.de, theobroma-cacao.de. Die Beschreibungen passen ganz gut und lassen relativ gut vermuten, was auf einen Wartet. Die Unterschiedlichkeit der Links könnte meiner Meinung nach etwas größer sein, sos sind scheinbar vier Links gleich oder ähnlich, bei denen man Schokolade kreieren kann. Abgesehen davon, finde ich die Seiten mit ihren beschriebenen Inhalten passend und dafür gut.

Meiner Analyse nach, befinden sich genügend weitreichende Themen mit passenden Seiten in den jeweiligen Kategorien. Selbst nicht so bekannte neuartige Dienste finden hier und da ihren Platz, weil sie einfach einen interessanten Ansatz beinhalten.

Sonderleistungen: Ich finde es sehr schön, dass es gute und erklärende Inhalte zum Thema Online-Shopping auf mehreren Seiten gibt. Die restlichen Kategorien haben meist eine auf zwei Seiten große Beschreibung mit den wohl besten Seiten zum Thema. So hat es auch Chatroulette neben apps.de, chip.de und internetworld.de auf die “Startseite” in der Kategorie Internet & Computer geschafft.

Mein Fazit fällt ganz gut aus (amazon Rezensionen), ich denke das ist das ideale Weihnachtsgeschenk für meine Eltern. Diese bewegen sich genau zwischen “ich nutze das Internet” und “ich weiß nicht wie ich unbekannte Inhalte im Internet finden und beurteilen kann”. Ich glaube nicht, dass ich mir das Buch holen würde, aber bereits für den durchschnittlichen Internetuser dürfte es interessant sein. Denn das größte Problem im Netz ist und bleibt das finden gesuchter und (!) nicht gesuchter passender Inhalte.

9 thoughts on “Das gedruckte Webadressbuch – braucht man das?

  1. Natasha

    Mhmm okay, also ich denke dass solch ein Webadressenbuch ganz nützlich sein kann. Doch würde ich niemals behaupten wollen, dass man es unbedingt brauch ;)

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  2. David

    also ganz errlich das ist ja mal richtig papierverschwendung auf hohem Niveau! Geht mal garnet klar wo bleibt die PETA und kämpft dagegen an? :D

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  3. Harald Otto

    Die Redaktion will uns schon seit längerem werben für den Bereich Shopping / Geschenkartikel. Für ältere Leute ist das Buch vielleicht ganz hilfreich, aber findet man über Google nicht sowieso alle Seiten? Und die wirklich guten Seiten kommen bei Google sowieso ganz nach oben. Sparen wir also lieber Papier im Sinne der Umwelt…

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  4. Marion

    Nein, das braucht man sicher nicht. Mit Google findet man wirklich alles, und wer damit nicht klar kommt…neja….
    Google unternimmt alles, um die Seiten vorne anzuzeigen, die am besten auf die Suchanfrage passen. Dieser Algorithmus und die Vielfalt der Ergebnisse wird beim Webadressbuch ausgeschaltet. Dort ist drin, wer zahlt. Und das kann es ja nicht sein.

    Dazu kommt natürlich auch noch, dass das Web so dynamisch ist, dass viele Druckerzeugnisse schon veraltet sind, wenn sie aus der Druckerei kommen.

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  5. Geheimshop

    auch uns wollen Sie partoulich für die Rubrik Geschenkideen gewinnen. Dieses ja die 4te Anfrage. Offenbar sind wir aber auch so gut genug. Dann eben ohne Screenshot. Die Leute die Geschenke suchen finden uns so, oder so (oder eben auch nicht)

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  6. Kai

    Interessante klingt es ja, trotzdem würde ich es mir nicht kaufen. Vielleicht mal im Buchladen mal reinschauen. Ansonsten gibt es ja Google :).

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  7. Schokolade

    Die Webausgabe finde ich viel besser. Denke mal jemand der online etwas sucht, wird sicherlich nicht erst im Buch schauen sondern gleich im Netz. Ich kenne nur wenige die eine Domain aus einer Zeitschrift, Buch und Co in den Browser eingeben ;)
    Muss aber natürlich jeder selbst wissen!

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