Das könnte Live-Shopping auch sein

Hier möchte ich meine eigenen Ideen zum Thema “Was könnte Live-Shopping noch sein” präsentieren.

Wir versetzen uns in die Zeit der Anfänge bei Amazon. Damals hat der heutige Riese versucht in Deutschland Fuß zu fassen und mit seiner Ameisen-Kampagne für Aufsehen im deutschen Fernsehen erregt. Der Werbespruch war in etwas so: Gemeinsam günstige Preise erreichen! Dabei wurde damit geworben, dass die Preise unschlagbar günstig seien weil eben eine enorm große Stückzahl eines Produktes verkauft wird und dies den Preis drückt.

Warum projiziert man dieses Konzept nicht in das Themengebier Live-Shopping und nicht als interne Preiskalkulation sondern Marketing-Propaganda. Es werden zum Beispiel jede Woche etwa 10 Produkte angeboten, welche eine Preisersparnis von 30 % bis 60 %  zum regulären Handel haben. Doch der Konsument bekommt das günstige Produkt nur, wenn mindestends eine gewisse Anzahl an Käufern zugeschlagen hat. Dabei sieht der Besucher natürlich die aktuelle Bestellzahl und wie viele Freunde und deren Freunde er noch zum Kauf bewegen muss um nach sieben Tagen den attraktiven Zuschlag zu bekommen.

Dabei kann man durchaus die Ware erst nach Ende der Aktion überhaupt beim Hersteller bezahlen und anschließend versenden. Natürlich müssen entsprechende Vorbereitungen getroffen werden, auch der Hersteller oder Lieferant hat ein unschlagbares Angebot: Er bekommt sehr viel Ware auf einen Schlag bezahlt und los, ähnlich wie bei Vente-Privee. Da der Käufer Ware bezahlen will die er vor seinem Besuch gar nicht beabsichtigt hatte zu kaufen, nimmt er in der Regel auch eine längere Lieferzeit von 1-3 Wochen in Kauf.

Sollte die gewünschte Käuferzahl nicht erreicht werden, so wird der Konsument das Produkt nicht erhalten und nicht bezahlen. Man könnte es auch dynamisch gestalten, um so mehr Käufer es gibt, um so mehr Prozente gibt es.

Es gibt jedoch auch noch andere Möglichkeiten einen Live-Shopping Effekt zu erzielen. Da laufen Modelle wie rabattschlacht.de und swoopo.de (früher telebid) in die richtige Richtung. Positiv zu begrüßen wäre auch, wenn es in Zukunft vermehrt Angebote für den regionalen Bereich im Web gibt.

Ich stelle noch kurz eine andere Idee von mir vor, welche ich für sehr spannend halte.

Ein Angebot für irgendein Produkt ist im Internet oft mehrfach vorhanden. Der Schritt den Kunden dahin zu leiten, dass er in meinem Shop einkauft geht oft nur über einen geringen Preis oder eine vorhandene Popularität. Doch genau hier kann man ansetzen und versuchen eine Käufergruppe dazu bewegen dem entgegen zu treten.

Eine Art “Geschenkedealer” könnte im Netz eine Vielzahl an interessanten Produkten anbieten. Dabei kann jedoch niemand eines der angebotenen Produkte direkt kaufen. Die Ware würde zum Beispiel mit dem UVP ausgezeichnet werden. Doch ein Kunde kann einem anderen ein Produkt empfehlen bzw. zum Kaufen schenken. Dabei verschenkt der Kunde nicht das Produkt, sondern den Rabatt welchen der beschenkte Freund bekommt. Nun hat er die Wahl einmalig das reduzierte Angebot innerhalb einiger Stunden wahr zu nehmen. Sollte er zuschlagen, kommt das dem Verschenker in irgendeiner Art und Weise zu gute. Das Ganze könnte über eine Art Punktesystem laufen. Sinn ist dabei, dass von Freunden empfohlende Produkte weit aus eher angenommen werden als sonst irgendwie. Dadurch könnte man einen attraktiven Markt gestalten. Natürlich müsste man sich über die genaue Umsetzung noch Gedanken machen, doch um Inspiration und Innovation geht es ja hier.

6 thoughts on “Das könnte Live-Shopping auch sein

  1. Christian

    Die Idee, dass der Konsument das vergünstigte Produkt nur dann tatsächlich bekommt, wenn eine gewisse Anzahl an Käufern gekauft haben, finde ich ganz interessant. Denn ich könnte mir wirklich gut vorstellen, dass damit eine Art viraler Effekt geschaffen werden könnte, weil Kunden in ihrem Bekanntenkreis Überzeugungsarbeit leisten um den vergünstigten Preis zu erhalten.

    Aber gibt es sowas nicht vllt. schon? Erinnert zumindest entfernt an Einkaufsgemeinschaften, die sich zusammenschließen um einen Rabatt zu erhalten.

    Aus Nutzersicht finde ich Konzepte wie rabattschlacht.de oder swoopo.de nicht so toll. Ich sehe da die Gefahr unverhältnismäßig viel Geld beim Bietvorgang zu investieren und am Ende vllt. nicht einmal einen wirklichen Gegenwert zu erhalten. Aus Betreibersicht sind derartige Konzepte aber sicher interessant.

    Die Idee am Ende deines Beitrages ist meines Wissens nach bereits umgesetzt worden. Zumindest wenn ich Dich richtig verstanden habe. Das ganze läuft doch auf eine Plattform hinaus auf der Nutzer Produkte von Onlineshops einstellen können und dann beim Verkauf per Affiliateanbindung vom Shopbetreiber vergütet werden (wie z.B. bei http://www.zlio.de). Oder?

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  2. Michael Post author

    Mh du denkst zu sehr in einem Rahmen von Affiliate-Partnerschaften und Provisionen.

    Ich ziele dabei eher auf selbstständige Plattformen mit eigenständigen Anbietern, welche die Produkte selbst vertreiben. Keine Sammlung von Produkten aus anderen Shops (das gibt es zu Haufe). Sprich vom System her wie guut, bloß das Verkaufsmodell (die Plattform, das Live-Shopping Modell eben) anders.

    Bei meinem ersten Beispiel tritt nicht der Käufer aktiv in Kraft, sondern er hat die Möglichkeit das Angebot wahr zu nehmen oder eben nicht. Dabei kann er eben noch andere zum kauf animieren um eben den Zuschlag bekommen zu können.

    Bei meinem zweiten Beispiel können keine Nutzer Produkte einstellen. Dies wird komplett vom Betreiber gemacht. Dann gibt es vielleicht einen Pool aus dem der Benutzer A ein sehr günstiges Produkt auswählen kann und dieses einem Freund auf der Plattform oder an eine beliebige E-mail Adresse schickt. Der Empfänger B kann nun entscheiden ob er das Produkt zu einem tollen Preis wahr nimmt. Tritt dieser Fall ein, so erhält Benutzer A Punkte und kann dann vielleicht selbst zum Beispiel das gleiche Produkt noch günstiger erwerben. Es existiert dabei keine Produktsammlung im klassischen Sinne, bei dem jeder angemeldete Benutzer ein Produkt erwerben kann.

    Das Ganze kann man sich natürlich auch anders ausdenken oder sonst wie. Es sind ja nur Beispiele welche ich mir in einer halben Stunde Zug-Fahrt überlegt habe. Ich bin mir sicher, dass qualifizierte Leute das besser können, und darauf will ich ja hinaus! Mut zu neuem! ;-)

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  3. tyler

    Leute, das war nicht amazon sondern letsbuyit.com, und das Geschäftsmodell funktioniert nachweislich nicht.

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  5. Schnappi

    So ist es. Das war letsbuyit, aber Kimble ist ja jetzt mit Megavideo wieder fett im Geschäft :)

    Jetzt gibt es sehr ähnlich weedoo. Je mehr Leute interesse an einem Produkt haben, desto günstiger wird es. Leider sind die Preise eher auf normalem Niveau.

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