egoFM im Interview
04.08.2009 von Michael in Wissenswertes
1. Wie kam es dazu, dass ausgerechnet ein Jugendradio wie egoFM gestartet wurde?
Einerseits wurde die Entscheidung bedingt durch die Ausschreibung der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), in der ein reguläres Formatradio ausgeschlossen wurde. Andererseits war es auch angesichts des urbanen Verbreitungsgebietes interessant, eine Alternative zum Formatradio zu wagen und besonders die bislang unterrepräsentierte Gruppe der unter 30-jährigen anzusprechen.
2. Was sind wichtige Kriterien bei der Entscheidung, welches Lied gespielt wird und welches nicht?
Wir spielen keine Charthits, die auf allen anderen Sendern laufen und wir wollen nicht bloß einzelne Genres bedienen, sondern uns durch Vielfalt auszuzeichnen. Wir sind überzeugt, dass unsere große Bandbreite im Programm ihre Hörerschaft findet…
3. Der Sender wird nur in Bayern ausgestrahlt, warum das?
Auf UKW werden in Deutschland leider nur selten Kapazitäten frei. Insofern waren die von der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) ausgeschriebenen Frequenzen eine tolle Möglichkeit, ein neues Programm zu etablieren.
4. Seit geraumer Zeit strahlt egoFM auch einzelne Werbespots aus, wie geht man bei der Einführung von Werbung für einen Radiosender vor?
Das hängt größtenteils davon ab, welche Art von Programm man auf dem Sender verbreitet. Man spricht mit potentiellen Werbekunden oder Agenturen und versucht sie vom Programmkonzept zu begeistern. Es melden sich aber auch von sich aus Kunden, die entweder speziell auf besagtem Sender werben wollen oder den Werbeplatz in einem Paket zusammen mit anderen Sendern belegen möchten.
5. Wie hoch ist derzeit das Interesse von Unternehmen an Werbung auf egoFM und wovon hängt die Attraktivität ab?
Für ein derart neues Konzept und dafür, dass egoFM erst seit relativ kurzer Zeit sendet, sind wir sehr zufrieden mit dem aktuellen Zuspruch seitens der Werbekundschaft.
6. Wie hoch etwa ist die Wachstumsrate an Zuhörern für den noch frischen Radiosender?
Das ist derzeit noch schwer zu sagen. Wir sehen aber, dass die Zugriffe über die Homepage monatlich stetig zunehmen und wir darüber hinaus schon viele Sender in Bayern in Sachen Onlinereichweite überholt haben.
7. Ich kenne viele egoFM Fans welche älter als die im Steckbrief genannte Zielgruppe sind, warum ist das so?
Das Programm von egoFM bietet aufgrund seiner musikalischen Vielfalt für verschiedenste Geschmäcker ein interessantes Programm. Gerade ein jugendlicher Sender wird auch gerne von Erwachsenen gehört, da heutzutage die Grenze zwischen typisch “jugendlich” und typisch “erwachsen” immer weiter verwischt wird. Trotzdem zeigen die Umfragen, dass die Zielgruppe von egoFM überdurchschnittlich der jungen Generation angehört.
8. Wie wichtig ist euch Interaktivität und eine Community für egoFM, was kann man da noch erwarten?
Seitens der Community wird noch einiges kommen – Der Fokus lag zu Beginn auf der richtigen Balance des Programms und einer sinnvollen Verknüpfung mit dem Online-Bereich. Wir bekommen über die Internetseite enorm viel Feedback zum Programm und stehen über die Shoutbox und per E-Mail bereits in engem Kontakt mit den Hörern. Bald kommen erweitere Features dazu, die zusätzliche Möglichkeiten für Interaktivität und einen engen Kontakt zum Team bieten. Wir werden den Communitybereich schrittweise ausbauen und es wird definitiv spannend…
9. Wie sieht aus derzeitiger Sicht die Zukunft von egoFM aus? Gibt es konkrete Pläne?
Im Moment geht es vor allem darum, noch mehr Hörer anzusprechen und unser musikalisches Profil weiter zu schärfen. Längst kennen noch nicht alle Jugendlichen in Bayerns Städten egoFM und wir arbeiten fleißig daran, das zu ändern. Im Onlinebereich wird sich auch noch einiges tun. Wir sind jedenfalls optimistisch, was die Zukunft von egoFM angeht!
Vielen Dank für das Interview, ich bin gespannt wie sich der Sender weiter entwickelt, musikalisch haben sie in meinen Augen schon einiges geleistet.
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