Live-Shopping – eine Frage der Begriffsdefinition

Es ist mir von Anfang an aufgefallen, dass auf auf den meisten Blogs und eben auch auf den Pangora Kongress ein bisher stimmiges Bild zum Begriff Live-Shopping herrscht. Doch es ist mehr als das was man bisher darunter versteht. Denn allgemein versteht sich unter dem Begriff Live-Shopping der Deal des Tages. Es mag hier zwar ähnlich sein wie mit dem Begriff Web 2.0, irgendwie von irgendjemandem erfunden und nicht konkret bezeichnend und festgelegt. Aber so geht es doch mit allen Begriffen welche ihre Bedeutung mit der Zeit entwickeln und verändern.

Live-Shopping umfasst meiner Meinung nach in Deutschland den kompletten Raum des erregenden Einkaufs im Web. Daher kann hier nicht die Rede von einem Produkt an einem Tag sein, es geht vielmehr um das Live Shopping. Sprich der potenzielle Kunde hat im Augenblick oder vielleicht kurz danach noch die Möglichkeit zuzuschlagen. Genau in diesem genannten Augenblick ist er durch irgendeinen Eyecatcher visuell oder emotional festgehalten und muss nun Aktiv durch eine Reaktion werden. Und warum nicht gleich eine griffige Bezeichnung wie Live-Shopping dafür?

Nun kann man die derweilen zahlreichen Copy-Cats des Woot-Konzeptes natürlich in die Sparte Live-Shopping einordnen, aber ausgeschöpft und endgültig beschrieben ist der Begriff damit noch nicht. Die Frage “Hat Live-Shopping eine Zukunft” lässt sich damit eindeutig mit Ja beantworten, natürlich nur wenn eine Weiterentwicklung durch die Unternehmen stattfindet. Doch hier liegt der Knackpunkt, es gibt immer mehr Startups welche im Bereich Live-Shopping ihre Früchte tragen wollen, doch meist sind es eher Abwandlungen oder Erweiterungen (was nichts schlechtes ist). Wirklich Neues gibt es nur selten, doch das könnten auch große Firmen ändern.

Wie eine Weiterentwicklung des Live-Shoppings aussehen kann zeige ich anhand von zwei Beispielen Morgen in meinem nächsten Beitrag zum Thema Live-Shopping. Fest steht, dass sich die Szwene noch viel entwickeln muss, um noch mehr auf die “Tränendrüse” des Kunden drücken zu können. Denn nur durch ein Auf und Ab der Sparte sowie starken Veränderungen wird sich diese mehr und mehr etablieren. Die Möglichkieten stehen dafür gut, denn der Konsument wandelt immer mehr vom stationären Handel zum Online-Käufer, vielleicht schon bald so wie es in den USA und in England ist.

4 thoughts on “Live-Shopping – eine Frage der Begriffsdefinition

  1. Pingback: News aus der Liveshopping-Szene / Liveshopping blog / Aktuelle News und Angebote zum Liveshopping

  2. Dieter

    Sehr interessant Deine Definition des Begriffes Live-Shopping. Ich verbinde Live-Shopping nicht nur mit der Möglichkeit im jetzigen Augenblick ein tolles Schnäppchen machen zu können. Vielmehr heißt Liveshopping für mich auch Spannung und Unterhaltung. Das Einkaufen wird eher nebensächlich, denn man kauft ja in diesem Fall nicht das was man braucht… Im Gegenteil, man kauft weil in erster Linie der Preis und auch weil, die Tatsache besteht, dass dieses Angebot nicht mehr lange erhältlich ist. Zukunft hat Liveshopping deshalb auf jeden Fall.

    Da es mittlerweile bereits sehr viele Liveshopping Portale gibt, lautet die Aufgabe nun sich auch etwas abzusetzen. Als Beispiel:

    Die Liveshopping-Angebote bei yatego.com heben sich schon durch den Namen Spotshopping ab:
    http://spotshopping.yatego.com/index.htm

    Das Konzept ist zwar gleich, aber der andere Name sorgt für Aufmerksamkeit. Die Angebote sind meist aus dem technischen Bereich – also Produkte die gefragt sind und die man gerade bei guten Preisen erst kauft.

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  3. Pingback: Pangora E-Commerce Kongress 2009 + Rabatt | Webregard – Watch the Web

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