Robert Basic und sein Blog

Wer steckt hinter dem Blog Basic Thinking?
Männlich, Robert Basic, bald 42, Papa und Hauptnebenberuflich Blogger, sonst sich weitestgehend als Selbständiger im IT-Umfeld betätigend.

Wie ist Basic Thinking zustande gekommen? Gibt es eine Gründungsgeschichte?
Es gab kein Ziel, einfach nur die Neugier, ein Blog aus England (2002) als Auslöser und der Rest ist eigentlich Geschichte. Die lange und ausführliche Version steht hier: http://www.basicthinking.de/blog/ 2007/02/13/ wie-ich-zu-meinem-blog-kam/

Was sind die wohl derzeit meist diskutierten Themen im Schlachtfeld Web? Was wird in einem Jahr sicherlich anders sein im Web?
Unter Bloggern? Die Keyplayer wie Apple, Google, Microsoft, Facebook und weitere Großmufftis stehen natürlich im Vordergrund. Aber auch kleine, heiße Startups wie Twitter. Oder aufkommende Themen wie Open Social, Data Portability, Social Graph und dergleichen Buzzwords. Hardwareseitig sind es Themen wie das iPhone und der Asus EEE. Aber auch durchgekaute Themen wie Social Networks und Blogs sind omnipräsent, wenn auch leicht abnehmend. Und nächstes Jahr werden wir mit Sicherheit eine Explosion der Thematik Mobiles Web sehen.

Was war wohl die größte Überraschung / Wandlung welche so nicht vorhergesehen wurde im Web als Trend oder Geschehnis?
Das hört sich natürlich irgendwie doof an, aber Themen wie Foren, Chats, eCommerce und eMail waren naheliegend. Das waren keine Überraschungen. Doch dass Themen wie Social Software über Social Networks und Blogs eine dermaßen hohe Bedeutung gewinnen und ein gutes Stück weit zum Innovationstempo beitragen, das war nicht abzusehen. Die richtig dicken Dinger sind jedoch die Open Source Bewegung und das Aufkommen der Wikipedia, die ebenfalls unter Open Source Gesichtspunkten im Sinne der offenen Zusammenarbeit zu betrachten ist.

Wie hat sich der Blog seit dem Start im Jahr 2005 verändert?
Hm, schwierig, sich selbst zu betrachten. Denn es spiegelt mein Blog wider. So gesehen hat sich nicht viel geändert seit 2005. Das Blog Basic Thinking steht seit Februar 2003. Bis 2004 ging es um Lotus Notes, größtenteils auf Englisch verfasst, so war auch die Vernetzung weitaus globaler als heute. Das vermisse ich in der Tat sehr. Die Welt ist nicht so klein, um sie auf D alleine begrenzen zu müssen. 2004 hatte ich dann ein Blog für einen Verein aufgetan (MEX Blog), meines lag dann so herum, bis ich es Mitte 2005 wieder aus der Taufe hob. Dann auf deutsch und dadurch lokal weitaus begrenzter. Weiß auch gar nicht mehr, warum ich nicht wieder auf Englisch losgebloggt hatte. Doch, muss am MEX Blog gelegen haben. Man hatte sich halt gewöhnt. Doof eigentlich.

Was hat der plötzliche Bekanntheitsgrad und das große Interesse am Blog bei dir verändert? Was bedeutet dir diese Veränderung?

Ich wüsste nicht zu sagen, ob die Begeisterung wie damals zum Start dadurch gestiegen ist, nur weil das Blog jetzt etwas bekannter ist. Es war ja auch keine plötzliche Bekanntheit in dem Sinne, sondern einfach nur die kontinuierliche Präsenz, Begeisterungsfähigkeit und Schreibwut. Heute ist es eher so, dass man nicht mehr befreit wie früher aufspielen kann, da die Leute einem es teils übel nehmen, wie “eins der bekanntesten Blogs” nur so doof daherschreiben kann, wie es einem passt. Expectation and Fullfilment :) Die einen meckern, warum man auf denglish daherkommt, die anderen hätten es gerne ausführlicher oder aber knapper. Wie man machts, macht man es keinem Recht, wenn man sich extern orientiert. Mit einem unbekannteren Blog kann man einfacher mal daherpoltern, wie es einem beliebt. Aber auch das regelt sich. Eines Tages werden andere Blogs “oben” stehen, ich darf dann wieder wie gehabt vor mich daherschreiben, dann juckt es nicht mehr so viele :))

Wie sieht die Zukunft von Basic Thinking aus? Geplante Änderungen?
Thematisch wird es mit Sicherheit Veränderungen geben, das hängt einfach mit den Web-Trends zusammen. Mehr 3D? Ok, go for it. Mehr Mobile Web? Go. Mehr was weiß ich was? Wenn es mich juckt und interessiert, greife ich das auf. Da man sich aber mit 41 nicht mehr so sehr selbst ändert, ändert sich der Tenor des Blogs mit Sicherheit nicht mehr oder nur sehr langsam. Alternde Mühlen mahlen halt einfach langsam, denn sie wissen um den Faktor Zeit: Nix ändert sich so heiß, wie es gegessen wird :)) Heute sage ich mutig, dass ich noch bis 80 bloggen werde, bis halt Mr. Tod anklopft und meint, ich müsse jetzt den Löffel abgeben. Ob ich es bis dahin aber mit dem heutigen, technischen Container so lange schaffe? Ob das dann noch Bloggen genannt wird? Wie es dann aussieht? Weiß nicht. Aber der Austausch übers Netz über eine Art von Eigenheim, der lässt mich nicht mehr los.

Nochmal vielen Dank an Robert Basic, der Mann mit dem tollen Nachnamen für das interessante Interview!

One thought on “Robert Basic und sein Blog

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