Verbraucherschutz mit Selbstjustiz

Zugegebernermaßen ist die Überschrift etwas überspitzt vormuliert. Der beste Weg einen Anbieter / Firma zu rügen besteht darin, einen kritischen Fall in der Presse publik zu machen. Doch es fängt auch schon früher an, sich entsprechend vorzubereiten und zu informieren. Ich stelle in diesem Beitrag ein paar wenige Dienste vor, bei denen man sich selbst bezüglich diversen Produkten aus dem Supermarkt informieren kann.

Über den Blog Karmakonsum bin ich auf den amerikannischen Web-Dienst whereismymilkfrom. Bei diesem Dienst kann man unter Angabe des Herstellerstempels herausfinden, woher genau die Milch aus dem Tetrapack kommt.

Für Deutschland gibt es ein paar Dienste welche in diese Richtung gehen. Da ist zum einen der Dienst qualitrail.de/wsade/index.jsf für Eier. Wobei man ja bereits in jeder Eierverpackung prüfen kann, aus welchem Land die Eierpackung her kommt, doch mit dem Dienst geht es noch genauer.

Darüber hinaus gibt es bereits ein paar Ansätze um dem Konsumenten online weitere Informationen bewusst zu machen. Das Angebot von codecheck.info beispielsweise zeigt alle relevanten Informationen in Abhängigkeit zum Produkt an. Es wird lediglich der EAN (Strichcode) in das Suchfeld eingegeben und schon bekommt man meist die richtigen Inhaltsstoffe sowie News und Hinweis angezeigt. Als Beispiel gilt der Report über Pestiziede in Limonade. Schön ist auch die Nährwertampel, sie informiert über kritisch hohe Mengen von bestimmten Stoffen bezüglich der Gesundheit. – Das System ist wie in einem Wiki aufgebaut, jeder User kann Inhalte ändern und erweitern.

Einen weiteren Ansatz bietet das-ist-drin.de, vor allem mit seiner iPhone Applikation. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei Codecheck. Der Dienst versucht sich mit einem professionelleren Design sowie Integration in Social Networks wie Twitter und Facebook eine kürzere Distanz zum Verbraucher zu erwirken.

Zudem kann man sich der klassischen Methoe über eine Liste des Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

In der Bundesrepublik Deutschland zugelassene Betriebe für die Herstellung und Vermarktung von Rohmilch, wärmebehandelter Milch und Erzeugnissen auf Milchbasis.

Aber es geht nicht nur um Authentizität wie in den zuvor vorgestellten Diensten. Sondern auc um Authentität im Sinne von Transparenz zwischen Erzeuger und Verbraucher. Einigen sind bestimmt schon ein paar Produkte mit einem Mehrpreis von 10 Cent aufgefallen. Diese sollen den Herstellern zu gute kommen und fördern.

Ein Informationsportal stellt bio-mit-gesicht.de dar. Dort kann der Konsument über die BGM Nummer auf dem Etikett die passende Familie oder Betriebsstätte angezeigt bekommen. Ein gut gemeinte Möglichkeit dem Kunden näher zu kommen, jedoch fehlt hier der Bekanntheitsgrad für diesen Service. Zudem sind sicherlich nicht alle Erzeuger dort abgebildet.

Es war schon immer bekannt, dass die Wertetabelle für Produktqualität im Nachbarland Österreich höher ist als in Deutschland. Dadurch ist es schnell nach zu vollziehen, dass Hofer dort eine Kampagne zur Transparenz zwischen Erzeuger und Konsument schaffen möchte.

Meiner Meinung nach ist hier in Deutschland noch viel zu machen. Zum einen ein verbindendes Element zwischen Erzeuger und Konsument sowie in Sachen Produktqualität. Kürzlich ist mir im Edeka ein reduziertes Gemüse entgegen gelaufen, das hätte Entsorgt und nicht mehr verkauft werden sollen. Aber es liegt natürlich in erster Linie beim Konsumenten selbst, mit was er zufrieden ist.

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